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© MSC Condor e.V      Birkenfeld

 

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letzte Aktualisierung

14.04.2015 JP

Flugplatzordnung für Gastpiloten

 

 

1.       Voraussetzungen der Flugplatzbenutzung

 

1.1.   Es dürfen derzeit nur Flugmodelle mit kolbengetriebenen und                                                           turbinengetriebenen Verbrennungsmotoren, Segelflugmodelle, sowie                                             Elektromodelle  bis zu einem Abfluggewicht  von unter 25 Kg betrieben                                          werden. Flugmodelle ab 25 Kg benötigen eine Sondergenehmigung die                                        von der Luftaufsichtsbehörde und vom Vorstand erteilt werden kann.

1.2.   Der höchst zulässige Schalldruckpegel für Kolbenmotormodelle beträgt 84 dB (A)                        bei Turbinengetriebenenmodellen 100 dB(A) in 7 m Entfernung. Im Zweifelsfall                             entscheidet der Flugleiter über die Modellzulassung.

1.3.   Grundsätzlich ist der Flugbetrieb nur bei Anwesenheit eines eingetragenen                                    Flugleiters zulässig.

1.4.   Es muss eine Halterhaftpflichtversicherung, nach den geltenden                                                       gesetzlichen Vorschriften, für den Betrieb von Modellflugzeugen  bestehen.

1.5.   Zur Steuerung der Modelle dürfen nur zugelassene Fernsteuerungsanlagen                                    benutzt werden.

1.6.   Verhalten der Piloten gegenüber den Weisungen des Flugleiters.                                                    Grundsatz: Den Weisungen des Flugleiters ist diskussionslos Folge zu leisten.

 

2.       Flugsicherheit und Frequenzsicherheit

 

2.1.   Der Flugbetrieb wird vom Flugleiter geleitet und überwacht. In                                                            Ausnahmefällen können mehrere Flugleiter gleichzeitig eingesetzt werden                                     (z.B. Flugtage).

2.2.   Die Frequenzzuteilung wird mit der Frequenztafel geregelt.  Es ist zu                                               beachten, dass u.U. mehrere Piloten den gleichen Kanal haben können.

2.3.    Nur wer seine, an der  Frequenztafel angebrachte Frequenzplakette                                                entnommen und diese an seinem Sender (Antenne) angebracht hat, darf                                       seinen Sender einschalten. (oder Regelung durch Flugleitung an Flugtagen)

2.4.    Zum Fernsteuern von Flugmodellen sind nur Frequenzen zugelassen, die                                       von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, genehmigt                                    sind. Das Frequenzband 27 MHZ ist für den Modellflugbetrieb untersagt.

 

3.       Sicherheitsbestimmungen.

 

3.1.   Jeder Pilot hat sich so zu verhalten, dass der Flugbetrieb sowie die                                                  öffentliche Ordnung und Sicherheit, insbesondere andere Personen und                                        Sachen nicht gefährdet oder beschädigt werden. Personen und Tiere                                             dürfen nicht angeflogen werden. Befinden sich Personen oder Tiere auf                                         Wegen oder Grundstücken im Flugsektor so muss ein Sicherheitsabstand                                    von mindestens 150 Meter eingehalten werden. Der Flugbetrieb ist notfalls                                    einzustellen oder innerhalb des vorgeschriebenen Luftraums so zu verlegen                                  dass jegliche Gefährdung ausgeschlossen ist.

3.2.   Es dürfen nur 3 Modelle mit Verbrennungsmotoren gleichzeitig in der Luft sein.                             Bei  Flugmodellen mit Turbinenantrieb nur 1. Weitere Flugmodelle  jeglicher Art                            dürfen zu diesem Zeitpunkt nicht betrieben werden.

3.3.   Skizze über Flugzone, Sicherheitszone und Pilotenfeld am Schluss dieser                                       Flugplatzordnung.

3.4.   Die Sicherheitszone ist nach dem Starten des Motors, auf dem kürzesten Weg                              zu verlassen.

3.5.   Das Fluggerät und die Fernsteuerungsanlage müssen sich in technisch                                           einwandfreiem Zustand befinden (Flugleiter können Kontrollen durchführen)

3.6.   Vor jedem Start ist eine Funktionsprüfung der Fernsteuerungsanlage durchzuführen.

3.7.   Modelle mit einem Verbrennungsmotor > 20 cm3 müssen besonders                                               gegen wegrollen gesichert werden. Die Befestigung muss auch bei                                                Vollgas ausreichend sein. Dies kann durch einen Helfer oder durch                                                 geeignete Befestigung des Modells geschehen. Das Anlassen der                                                 Motoren hat nur im ausgewiesenem Feld zu erfolgen.

3.8.   Das Rollen mit laufendem Motor ohne Sicherung gegen unabsichtliches                                        Wegrollen im Sicherheitsraum ist untersagt.

3.9.   Das Anlassen von Motoren, hinter dem Pilotenstandfeld, sowie 5 m links und rechts                     dieses Feldes, ist unzulässig, wenn sich Piloten in diesem Feld aufhalten.

3.10.  Motormodelle sind gegenüber Segelflugmodellen ausweichpflichtig. Im                                          Landeanflug haben Segler Vorrang.

3.11.  Die Flugmodelle dürfen nur gestartet- und gelandet werden, wenn die                                             Flugzone und die angrenzenden, in Start- und Landerichtung gelegenen                                          Wege frei von Personen und Fahrzeugen oder sonstigen Hindernissen                                         sind. Hier ist größtmögliche Vorsicht geboten.

3.12.  Beim gesamten Flugbetrieb ist mit den Modellen von der                                                                   Zuschauerabsperrung (Zaun) ein Abstand von mindestens 15Meter                                                einzuhalten (Sicherheitslinie). Das Flugmodell sollte sich  bei Überflügen                                         in einem Winkel von max. 60° (Winkel zwischen Pilot und Modell)                                                    bewegen. Das heißt also je höher man fliegt um so weiter draußen muss                                       man  fliegen. Modellhubschrauber sind bis zu dieser Entfernung vom Zaun                                     zu tragen. Gleiches gilt für den Rückweg. 

3.13.  Das Überfliegen der Sicherheitszone ist grundsätzlich untersagt. Die                                               Sicherheitslinie geht 50 Meter auf beiden Seiten über das Flugplatzende                                        hinaus.                    

3.14.  Beim Betrieb der Flugmodelle, insbesondere bei gleichzeitigem Betrieb                                        mehrerer Modelle, haben sich alle Piloten und Helfer im markierten                                                 Pilotenstandfeld aufzuhalten.  Der Rollweg von der Schleuse zur Startbahn                                     ist freizuhalten. Ein Verlassen des Standplatzes in Flugfeldrichtung ist                                            während des Flugbetriebes nur nach gegenseitiger Absprache mit den                                           gerade fliegenden Piloten gestattet.  Alle beabsichtigte Starts und                                                  Landungen sind den anderen fliegenden Piloten anzukündigen bzw. mit                                         ihnen abzusprechen.

3.15.   Über die Start- und Landerichtung (auch bei Querwind) entscheidet im                                            Zweifelsfalle der eingetragene Flugleiter.

3.16.   Der Betrieb von Modellhubschraubern im Bereich der Start- und                                                      Landebahn ist nur in Absprache mit den anderen  anwesenden Piloten                                           möglich. Eine kameradschaftliche Absprache ist hier unerlässlich.

3.17.   Es dürfen sich nur die Personen, die für den Flugbetrieb notwendig sind                                         im Flugsektor aufhalten. (Piloten, Helfer, Flugleiter)  

3.18.   Alle Personen, die nicht unmittelbar am Flugbetrieb beteiligt sind, halten                                        sich im Zuschauerbereich bzw. in der Sicherheitszone auf. Der                                                        Schleusenbereich ist kein Zuschauerbereich.

3.19.   Die Benutzung von Hochstartseilen für Segelflugmodelle ist grundsätzlich                                        vorher mit dem Flugleiter abzusprechen und nur dann zulässig, wenn                                              andere Piloten mit ihren Modellen nicht in der Luft sind, bzw. dem Start                                           zugestimmt haben.

3.20.   Bei Eintritt einer Notlage, z.B. stehengebliebener Motor oder defekte                                               Fernsteuerung, hat jeder Start sowie nach Möglichkeit jede Landung                                              anderer Modelle zu unterbleiben, bis das gefährdete  Modell gelandet ist.                                      Der in Not geratene Pilot hat durch lautes Zurufen seine Notsituation                                               sofort bekannt zugeben.

3.21.   Alkoholkonsum sowie andere, die Flug- Verkehrstauglichkeit                                                           beeinträchtigende Mittel und die aktive Teilnahme am Flugbetrieb sind                                          nicht vereinbar!

3.22.   Bemannten Luftfahrzeugen ist rechtzeitig und weiträumig auszuweichen.                                        Der Luftraum ist von allen Piloten ständig zu beobachten. Hier sind                                                 besonders die Flugleiter gefordert.

3.23.  Wenn sich ein Pilot nicht, oder nicht mehr, zum Selbständigen führen eines                                     Modellflugzeuges als geeignet erweist und dadurch die Sicherheit auf dem                                   Fluggelände gefährdet, muss der Flugleiter einschreiten. Er hat sich mit seinen                            Flugleiterkollegen zu besprechen und den Vorstand zu informieren. Im Einzelfall                             kann aus Gründen der Sicherheit ein grundsätzliches Flugverbot ausgesprochen                          werden. In solchen Fällen darf dann nur noch mit einem Helfer geflogen werden.                            Auf die Person des Piloten ist dabei nicht zu achten.

 

4.       Zulassung von Gastpiloten

 

4.1.   Gastpiloten können nur durch einen Flugleiter zugelassen werden. Sie                                           müssen folgende Voraussetzungen erfüllen.

4.2.   Anerkennung der Flugplatzordnung durch seine Unterschrift auf dem dafür                                      vorgesehenen Vordruck.                                                             

4.3.   Die Erfüllung der Ziffern 1.3 bis 1.7 dieser Flugplatzordnung, wobei der                                          Nachweis der gesetzliche Haftpflichtversicherung zu überprüfen ist.

4.4.   Der Verein und seine beauftragten Flugleiter sind von jeglicher Haftung                                           freigestellt, die die bestehende Deckungssumme der Vereinshaftpflichtversicherung                   übersteigt, wenn dem Gastpiloten oder seinem Helfer durch die Benutzung des                            Vereinsgeländes mit deren Einrichtungen irgend ein Schaden entstehen sollte. Für                      Schäden, die dem  Verein oder seinen Mitgliedern durch den Gastpiloten entstehen, hat              dieser zu haften.


Die zur Anerkennung der Flugplatzordnung geleistete Unterschrift gilt hierfür entsprechend.